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Bin ich schön? bzw. Was ist schön?

Was ist schön?
Bin ich schön? Die Frage haben sich bestimmt schon einige von uns gestellt. Aber: Was ist Schönheit überhaupt?

Wer schön sein will, muss leiden

Oh, ich weiß gar nicht, wie oft ich diesen Satz gehört habe. Und mal ehrlich: Was zuppeln wir nicht teilweise an uns herum, um „schön“ zu sein? Wir reißen uns Haare an Stellen raus, wo wir unserer Meinung nach keine haben dürfen. Wir schmieren uns tonnenweise Kram ins Gesicht, damit wir frischer (?) aussehen und uns besser fühlen. Wir kneten, gelen, föhnen, toupieren, locken oder glätten unser Haar, damit es unseren Ansprüchen gerecht wird. Wir zwängen uns in ziemlich komische Unterwäsche, um 1-2 Kilo zu kaschieren. Und nach einer Stunde im Bad stellen wir fest: „Hey, ich sehe ja gar nicht mehr wie ich selbst aus. Super!“

Ok, dass ist jetzt vielleicht etwas überspitzt. Und trotzdem gehen wir nicht oder nur schwer vor die Tür, wenn wir nicht wenigstens ein bisschen mit unserem Aussehen zufrieden sind. Oder zu den Glücklichen gehören, die erkannt haben, dass sie genau so schön sind, wie sie sind. Verständlich würde ich sagen. Aber messen wir unserem Aussehen nicht viel zu viel Bedeutung zu?

Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Über Schönheit lässt sich nicht streiten. Jeder hat eine andere Vorstellung von Schönheit. Während einige Menschen bei Blumen dahin schmelzen, denken Andere sich nur: „Ok, buntes Grünzeug.“ Wo bestimmt ein Großteil von uns bei einem Sonnenuntergang „Ah!“ und „Oh!“ sagt, fragen sich vielleicht einige, was daran so schön sein soll.

Und so gehen wir durch die Welt. So sehen wir einander. Die Äußerlichkeiten lassen uns im Bruchteil einer Sekunde entscheiden, ob wir unserem Gegenüber eine Chance geben oder nicht. Ich habe es selbst erlebt. Ich habe Kommentare gehört, wo nur anhand eines Bildes entschieden wurde. Und diese Person auf dem Bild war eine ganz normale Person. Dennoch wurde der Mensch abgelehnt, weil er nicht in das „Schönheitsprofil“ des Bewertenden passte. Und hierbei ging es nicht um die Suche nach einem potenziellen Partner. Es war viel unverfänglicher. Ich war ehrlich gesagt schockiert. Ich war irritiert. Ich war sogar wütend. Habe ich etwas gesagt? Nein. Warum nicht? Ich war damals anders drauf, ängstlich. Und für mich hätte das ziemliche Nachteile haben können. Also war ich vorsichtig. Würde ich heute was sagen? Ja. Und da bin ich mir sicher.

Jeder Mensch ist einzigartig. Selbst eineiige Zwillinge gleichen sich nicht zu 100%. Und ich bin der Ansicht, dass man nicht alles und jeden schön finden muss. Aber gleich aufgrund der Optik ablehnen? Es geschieht unbewusst. Meist merken wir es gar nicht. Und ich bin da bestimmt keine Ausnahme. Die Medien haben uns geprägt und ich bin froh, dass sich da nach und nach etwas zu ändern scheint. Wenn wir uns unserer Natur in dieser Hinsicht bewusstwerden und uns unsere unbewussten Gedanken und Bewertungen bewusst machen, dann können wir viel mehr wunderschöne Menschen in unserem Leben zulassen.

Denn:

Wahre Schönheit kommt von innen

„Sowas sagen doch nur Menschen, die nicht schön sind.“ Wenn du auch dieser Ansicht bist, hast du dich bei mir schon disqualifiziert. Deine äußerliche Schönheit, die du eventuell vorzuweisen hast, ist in meinen Augen verschwunden. Du magst zwar objektiv immer noch schön sein, aber subjektiv für mich nicht.

Die wirkliche Schönheit liegt doch im Charakter. Wenn ein Mensch freundlich ist, hilfsbereit, respektvoll, tolerant, offen, ehrlich, dann strahlt er das auch aus. Und schon wirkt diese Person um einiges schöner. Oder besser: attraktiver. Und was das angeht, kann ich mich sehr glücklich schätzen. Ich kenne so viele schöne Menschen. Menschen, die mir mit ihrer unverblümten Ehrlichkeit auch mal verbal einen mitgeben. Menschen, die einen anderen Glauben haben und mich trotzdem nicht verurteilen. Menschen, die so dermaßen verrückt sind, dass sie mir immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Menschen, mit denen ich auch ganz tiefgehende Gespräche führen kann. Menschen, die mich so annehmen, wie ich bin. Innerlich und äußerlich.

Die Schönheit und die Liebe

Meine Gedanken zuvor waren allgemein auf Freundschaften bzw. Bekanntschaften bezogen. Denn was meine Partnerwahl angeht, so wird mir gern mal vorgeworfen, ich sei oberflächlich. Und mittlerweile ist das ok für mich.

Wenn es um die Partnerwahl geht, sollte mich mein Gegenüber auch optisch ansprechen. Er muss keine Schönheit sein, kein Adonis, aber es muss kribbeln. Manche Personen lösen dieses Kribbeln aus, manche nicht. Das macht sie nicht weniger liebenswert. Diese Personen liebe ich dann auf eine andere Art. Eine freundschaftliche Art. Und so sehr mich mein schwuler Bekannter vielleicht auch mag. So sehr er mich vielleicht sogar attraktiv findet. Er würde nie mit mir ins Bett gehen. Denn da kribbelt nichts. Und das ist in Ordnung.

Ist dir schon mal aufgefallen, dass Menschen schöner werden, wenn man sie liebt?

Es gibt Menschen in meinem Leben, die fand ich mal attraktiv. Bei denen hat es sogar gekribbelt. Und nun? Nun sind sie in meinen Augen weniger „schön“. Manche sogar fast hässlich. Je nachdem was vorgefallen ist.

Oder meine Kinder. Zu mir wurde mal gesagt: „Ach, sie wird ja doch noch.“ Puh, der hat gesessen und mich als Mutter sehr verletzt. Es ging dabei um meine Tochter, die objektiv gesehen in den ersten 2 Monaten wahrlich keine Schönheit war. Doch von dem Moment an, als ich sie zum ersten Mal sah, zerknautscht und lila direkt nach der Geburt, fand ich sie wunderschön. Ich war gar nicht in der Lage, dass objektiv zu beurteilen. Und es war auch egal. Sie war gesund (einigermaßen). Und mit meinem Sohn war es das gleiche.

Finde ich mich schön?

Schwere Frage. Innerlich vielleicht. Äußerlich nicht so. Ich bin oft auf mein Äußeres reduziert worden. War sogar mal eine Art „Aushängeschild“. Aber im Alter schwindet, zumindest bei mir, so einiges dahin. Außerdem konzentriere ich mich auch immer auf das, was ich nicht so toll finde. Eigentlich dämlich. Anstatt mir meine Stärken vor Augen zu führen und mich auf das zu fokussieren, was ich an mir mag, mache ich mich selbst runter. Suche Sachen, die vermeintlich nicht so „schön“ sind. Und ich glaube, ich bin damit nicht allein. Und genau aus diesem Grund habe ich diesen Beitrag geschrieben.

Lasst uns aufhören uns gegenseitig wegen unserer vermeintlichen optischen Mängel runterzumachen und lasst uns eher die wichtigen Dinge in den Vordergrund stellen: Die innere Schönheit.
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